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Oberallgäu: Sperrgebiet zum Schutz vor der Blauzungenkrankheit

Einschränkungen für den Viehhandel - Allgemeinverfügung für den Landkreis Oberallgäu

Oberallgäu, 25. Januar 2019. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben Bayern über die Feststellung jeweils eines Falls der Blauzungenkrankheit mit Auswirkungen auf den Freistaat Bayern informiert.

Das Tierseuchenrecht sieht vor, dass um betroffene Betriebe eine Restriktionszone (Sperrgebiet) von 150 Kilometern eingerichtet wird. Beim Handel mit Tieren aus diesem Sperrgebiet kommt es zu Beschränkungen. Das Verbringen in Mitgliedstaaten und Gebiete, die offiziell als frei von Blauzungenkrankheit anerkannt sind, ist damit nur bei Einhaltung bestimmter unionsrechtlichen Bestimmungen möglich, zum Beispiel bei bestehendem Impfschutz gegen die Blauzungenkrankheit. Ziel der Maßnahmen ist es, die Verbreitung des Erregers zu verhindern und den Eintrag in weitere Nutztierbestände möglichst zu vermeiden. Ein vorbeugender Schutz der Tiere ist über eine freiwillige Impfung möglich.

Das Sperrgebiet der o.g. Fälle reicht bis in den Landkreis Oberallgäu. Nach Abwägung der Argumente gilt die Sperrzone für den gesamten Landkreis Oberallgäu. Die Details dazu, insbesondere dazu, wie die Beschränkungen aussehen, werden in einer Allgemeinverfügung geregelt und veröffentlicht. 

Die Allgemeinverfügung wurde am Freitag, 25. Januar 2019 im Amtsblatt des Landkreises Oberallgäu veröffentlicht und gilt ab Samstag, 26. Januar 2019.

Die Blauzungenkrankheit (Blue Tongue, BT) ist eine anzeigenpflichtige Viruserkrankung der Wiederkäuer. Die Blauzungenkrankheit ist eine von Stechmücken (Gnitzen der Gattung Culicoides) übertragene Infektionskrankheit, an der in der Regel Schafe und auch Rinder ernsthaft erkranken und verenden können. Für den Menschen ist das nicht gefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden.

 

Allgemeinverfügung und Formulare

Weiterführende Informationen:

Im Sperrgebiet liegen die Bundesländer Saarland, Rheinland- Pfalz, Baden-Württemberg und Teile von Nordrhein-Westfalen und Hessen.

In Bayern sind inzwischen die Landkreise Aschaffenburg, Main-Spessart und Miltenberg in Unterfranken betroffen sowie die Landkreise Lindau, Oberallgäu, Unterallgäu, Neu-Ulm sowie die kreisfreien Städte Memmingen und Kempten.

 

Links:

>> Informationen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zur Blauzungenkrankheit
>> LGL: FAQs zur Blauzungenkrankheit (BlueTongue, BT) - Informationen für Tierhalter und Tierärzte

>> Allgemeine Informationen zur Blauzungenkrankheit (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft)

>> Informationen des Friedrich-Löffler-Instituts

 

Dr. Thomas Brunner
Sachgebietsleiter, Amtstierarzt